| studiert, liebt, erkämpft den Kommunismus! |
1848 verkündeten Marx und Engels: „Ein Gespenst geht um in Europa- das Gespenst des Kommunismus.“ Vor siebzehn Jahren erklärte die herrschende kapitalistische Klasse erleichtert den Tod dieses Gespenstes, vor dem sie Jahrzehnte lang geschlottert hat. Sie versprachen den Beginn einer neuen Zeit des Friedens und des Wohlstands für alle. Heute merken wir, was Sie darunter verstehen: Krieg und Besatzung, steigende Arbeitslosigkeit und Armut auf der einen – wachsende Profite und Verschwendung auf der anderen Seite, sowie massiver Sozial- und Bildungsabbau der durch Polizeigewalt und Rassismus begleitet wird, sind leider nur einige Aspekte einer Liste die sich noch lange fortsetzen ließe. Keine schöne Aussicht für unsere Zukunft also. Doch nicht alle haben sich damit abgefunden, gerade unter uns Jugendlichen gibt es immer Mehr, die nach einer Alternative zum Kapitalismus suchen. Genau dies will die Herrschende Klasse mit allen Mitteln verhindern. Am 25. Januar 2006 wurde in der Parlamentarischen Versammlung des Europarats die Resolution zur „internationalen Verurteilung von Verbrechen totalitärer kommunistischer Regime“ verabschiedet. Vor allem wir Jugendliche sollen vor dem blutrünstigen Gespenst des Kommunismus gewarnt werden, denn sonst „könnte sich ein Gefühl der Nostalgie in den Köpfen der jüngeren Generationen als Alternative zur liberalen Demokratie festsetzen.“ Es bestehe die Gefahr, „dass in manchen Ländern Kommunisten an die Macht kommen.“ Um dies zu verhindern wird behauptet, „die kommunistische Ideologie“ habe zum Tod von über 100 Millionen Menschen geführt. Beweise oder gar wissenschaftliche Belege werden selbstverständlich nicht angeführt, dient diese willkürlich erfundene Summe doch ausschließlich dazu den Kommunismus mit dem Faschismus gleichzusetzen. Die Resolution behauptet, der Nationalsozialismus und der Kommunismus „weisen eine Reihe gemeinsamer Merkmale auf.“ Der griechische Widerstandskämpfer Mikis Theodorakis erklärte dazu: „Der Europarat hat entschieden, die Geschichte abzuändern. Sie zu verdrehen, indem die Opfer mit den Tätern auf eine Stufe gestellt werden. Die Helden mit den Verbrechern. Die Befreier mit den Besatzern und die Kommunisten mit den Nazis (...) Im Namen meiner gefallenen kommunistischen Genossen, derer, die die Gestapo kennengelernt haben, die Todeslager und die Hinrichtungsplätze erduldet haben, um den Nazismus auszulöschen und die Freiheit zum Sieg zu führen, habe ich diesen »Herren« lediglich ein Wort zu sagen: SCHANDE!“ Die herrschende Klasse relativiert somit bewußt den Faschismus, um davon abzulenken, dass dieser erst durch ihre tatkräftige Unterstützung seine grausame Terrorherrschaft errichten konnte. In der Bundesrepublik wurde nach dem Ende des zweiten Weltkrieges nicht mit der Aufarbeitung der Vergangenheit begonnen. Vom Oberster Verfassungsrichter bis zum Bundeskanzler kamen viele ehemalige Nazis wieder in Amt und würden. Die Verbrechen des Faschismus wurden totgeschwiegen oder verharmlost. Schnell wurde das alte Feindbild Kommunismus wieder zur Bedrohung erklärt. Vor fünfzig Jahren, am 17. August 1956 wurde die KPD verboten, gegen über 500 000 Personen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet und über 10 000 verurteilt. Alte NS-Richter erkannten ehemaligen Widerstandskämpferinnen ihren Verfolgten Status ab, und verurteilten sie zur Zurückzahlung ihre Wiedergutmachungsrente. Die Resolution des Europarats reiht sich also in eine Lange Tradition des Antikommunismus ein, und ist nur eins von vielen Beispielen, mit denen versucht wird den Kommunismus in Theorie und Praxis zurückzudrängen. Dies ist für uns nicht akzeptabel. Mit unserer Kampagne „studiert, liebt, erkämpft den Kommunismus“ wollen wir der antikommunistischen Hetze entgegentreten und die Theorie von der Befreiung der Arbeiterklasse verbreiten. Wir sind der Meinung, dass eine kommunistische Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung notwendig ist. In dieser Gesellschaft kommt der produzierte Reichtum allen zugute, und dient nicht nur der Bereicherung einer kleinen Elite. Wir werden in den nächsten zwei Jahre bis 2008 verschiedene Seminare, Veranstaltungen und Lesungen durchführen, die sich darauf konzentrieren Menschen mit dem Kommunismus in Berührung zu bringen und sie für ihn zu gewinnen. Des weiteren werden wir unsere praxisorientierte Arbeit ausweiten und den Kommunismus mit vielfältigen Methoden propagieren; dabei wollen wir mit all unserer Kraft dazu beitragen, dass eine proletarische Kultur entwickelt und etabliert wird, welche den heutigen Ansprüchen und Bedürfnissen der Arbeiterklasse entspricht. Die Kampagne kann nur zum Erfolg führen, wenn sich viele Menschen uns anschließen und diese Kampagne mitgestalten. Deshalb rufen wir alle dazu auf, sich an der Kampagne zu beteiligen, damit das Gespenst des Kommunismus die ausbeutende Klasse wieder in Angst und Schrecken versetzt. |
"Besonders originell ist eine rote Fahne mit geschwungenem Herz, in dem alleine Hammer & Sichel wohnen, das unvergängliche Symbol der proletarischen Weltrevolution. Dass es das noch gibt." Spiegel online
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